Auf Entdeckungstour durch Berlin und die Welt
Das Hundertwasserhaus

Ein Ausflug nach Magdeburg

Von Ampelfrauen und Architektur

Zwei Stunden Autofahrt liegt Magdeburg von Berlin entfernt. Ideal für einen Ausflug zum Wintermarkt in der Grünen Zitadelle und einen Besuch des Magdeburger Doms oder des Kunstmuseums im ehemaligen Kloster.

Mein erster Eindruck von Magdeburg

Magdeburg war mir bis zum Herbst ehrlicherweise kaum ein Begriff. Da fließt die Elbe durch und die Stadt ist die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Mehr wusste ich nicht. Als wir sie dann durchwanderten, zeigte sie sich wie eine typische Stadt: Eine aufgehübschte Innenstadt für Besucher und die Randbezirke sind voller Betonwohnklötze. Die wahre Schönheit wissen wohl nur die Einheimischen zu schätzen. Das Einzige, das mich wirklich überrascht hat, waren die Ampelfrauen, die ich vorher noch in keiner Stadt gesehen habe.

Eine Fußgängerampel mit grüner Ampelfrau.

Das Hundertwasserhaus

Was sich aber bei meinem ersten absichtlichen Besuch der Stadt einprägte, war die Grüne Zitadelle. Oder besser gesagt, das Hundertwasserhaus. Darunter lässt sich als Nicht-Magdeburger viel leichter etwas vorstellen. Natürlich nur, sofern man Friedensreich Hundertwasser kennt. Der war ein Künstler und Architekt, der sich durch bunte und runde, dem Auge schmeichelnde Formen meine Begeisterung verdient hat. Aber nicht nur seine Werke sind nett anzusehen, er setzte sich vielmehr auch für den Umweltschutz und eine harmonische Verbindung von Mensch und Natur ein. Paradebeispiel für seine Kunst ist eben die Grüne Zitadelle. Die trägt ihren Namen aufgrund der im Frühling und Sommer grünen Bäume und Büsche, die sich am und auf dem Gebäude befinden.

Das Gebäude an sich ist schwer zu übersehen mit seiner rosa Wandfarbe, den verschnörkelten Türmchen, Kugeln und Säulen. Regelmäßig finden Führungen statt, aber es reicht auch, sich in eines der Cafés zu setzen und die Architektur ungefiltert auf sich wirken zu lassen. In den Innenhöfen gibt es jetzt zur Winterzeit einen Wintermarkt mit leckerem Glühwein. Selbst getestet und nicht zu teuer. Wer sich wie ich für Hundertwasser besonders begeistert, bekommt im ART-Hotel einen Eindruck von der Gestaltung der Innenräume. Sich windende Flure mit Kunstdrucken an der Wand, bunte Zimmertüren und ein Bad in Hundertwasser-Optik sind jedoch nicht zum Schnäppchenpreis zu haben.

Teilansicht der Grünen Zitadelle in Magdeburg, samt rosa Putz an den Wänden, Türmchen und immer unterschiedlich geformten Fenstern.

Kunst und Geschichte

Wer Magdeburger Luft schnuppern will, muss ja auch nicht gleich dort schlafen. Wenn man aber schon mal da ist, und das eventuell zum ersten Mal, lohnt es sich, den Magdeburger Dom anzusehen oder das Kloster Unser Lieben Frauen. Der Magdeburger Dom in gotischer Architektur aus dem 12. Jahrhundert gilt als Wahrzeichen der Stadt und ist kaum zu übersehen. Nicht wirklich weit entfernt vom Dom liegt das Kloster. Heute beherbergt es ein Kunstmuseum samt Skulpturenpark. Als Bestandteil der romanischen Straße lassen sich der Kreuzgang und der Innenhof des ehemaligen Klosters ohne Eintritt besichtigen.

Blick vom Kreuzgang des Klosters in Magdeburg auf die Klostertürme.
Kreuzgang im Kloster
Kloster in Magdeburg

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