Die vierte Etappe des Bliessteigs führt von Blieskastel nach Kirkel. Startpunkt in Blieskastel ist der Klosterpark des Wallfahrtsklosters. Hier gibt es dann auch die Stempelstation, die wir gestern noch gesucht hatten.
Der Klosterpark liegt etwas höher, aber ist mit Kapelle und Steinfiguren, die das Wirken des Heiligen Franz von Assisi nachstellen, sehenswert.

Der Wanderweg führt weiter zu meinem persönlichen Highlight dieser Etappe, dem Gollenstein. Der Steinblock ist 4000 Jahre alt, über 6 Meter hoch und mit zahlreichen Inschriften bedeckt. Zu erkennen sind auch die Bruchstellen, die Anfang des Zweiten Weltkriegs entstanden. Aus Sorge darum, dass der Gollenstein leicht als Richtpunkt für Angriffe dienen konnte, beschlossen die Nazis ihn umzulegen. Leider klappte das nicht einwandfrei und er zerbrach in vier Teile. Jetzt steht er jedoch wieder in seiner ursprünglichen Größe da und beeindruckt als Relikt längst vergangener Zivilisationen.

Passend dazu gab es bei einem Zwischenstopp in einer Bäckerei auch einen essbaren Gollenstein, der geschmacklich an eine Rumkugel erinnert.

Der weitere Verlauf dieser Etappe des Bliessteigs führt durch Wälder wieder hoch und hinab. Immer wieder sind wuchtige Felsformationen zu entdecken.

Ziel ist die Burgruine in Kirkel, die vom Burgturm einen Ausblick auf Kirkel und Umgebung bietet. Aber Vorsicht vor dem Burggeist! Am Burgmuseum gibt es einen weiteren Stempel.

Fazit: Eine nette Wanderstrecke mit rund 10 Kilometern. Aber nichts für Menschen mit Höhenangst, denn die Waldwege sind mitunter sehr schmal und nah am Abgrund. Für Geocacher gibt es ein, zwei süße Geocaches mit dem Motto „Scrat’s Gedächtnistour“.
