Auf Entdeckungstour durch Berlin und die Welt
Ausblick auf die Blies mit Bliesmühle im Hintergrund.

Der Bliessteig: Über sieben Brücken

Unser neuestes Wanderprojekt führt uns in das Saarland. Ein Bundesland, in dem ich noch nie war, und von dem ich nur weiß, dass es an der Grenze zu Frankreich liegt und ziemlich oft als Vergleichsgröße herhalten muss …

Hier liegt der Bliessteig, ein Fernwanderweg, der auf etwa hundert Kilometer durch das Biosphärenreservat Bliesgau führt. Der Wanderweg lässt sich in neun Etappen unterteilen und das ist auch unser Plan, jeweils an neun Tagen wandern und zum Schluss noch Saarbrücken besuchen. Wie sorgfältig unsere Planung ist, lässt sich daran erkennen, dass es clever gewesen wäre, in Bexbach zu beginnen und in Saargemünd zu enden. Denn von dort aus sind es nur 30 Minuten mit der Straßenbahn nach Saarbrücken. Das stellten wir aber erst an unserem Anreisetag fest. Egal, uns begeistert vielmehr, dass es sich von Saarbrücken bis ins französische Saargemünd mit Deutschlandticket fahren lässt.

Unsere erste Etappe führt uns also von Saargemünd in Frankreich nach Gräfinthal. Neun Kilometer ohne nennenswerten Anstieg zum Start… Saargemünd ist als Keramikstadt bekannt, wir lassen aber das Keramikmuseum liegen und starten an der ersten Stempelstation durch. Auf jeder Etappe des Wanderweges lassen sich Stempel einsammeln. Wer alle hat, bekommt eine Belohnung, so heißt es – wir werden es natürlich ausprobieren.

Sieben Brücken

Das Motto des Tages steht schon mal fest: Wasser und Brücken. Tatsächlich schaffen wir es über sieben Brücken zu gehen:

Die erste Brücke führt uns in Saargemünd zum Startpunkt des Bliessteigs.

Brücke über die Saar in Saargemünd

Die zweite Brücke besticht durch ihre Architektur.

Metallbrücke über Bach.

Die dritte Brücke, die Freundschaftsbrücke ist belebt, sieht von weitem besser aus und führt von Frankreich nach Deutschland über die Blies.

Freundschaftsbrücke über die Blies

Die vierte Brücke führt uns wieder zurück nach Frankreich in ein kleines Dorf.

Straßenbrücke mit rotem Geländer

Die fünfte Brücke führt uns wieder zurück nach Deutschland.

Asphaltierte Brücke

Die sechste Brücke führt über einen Kanal zu einer Idylle an der Blies, wo die Vögel die Herrschaft übernommen haben.

Kleine Betonbrücke umgeben von grünen Büschen und Bäumen.

Die siebte Brücke führt uns über einen kleinen Bach hinein in die Ortschaft Gräfinthal.

kleine Betonbrücke

Wasser, Wälder und Wiesen

Im Zentrum der Etappe steht die Blies, die erste Hälfte laufen wir immer am Fluss entlang. Wer Wasser mag, ist auf diesem Wanderweg richtig. Danach geht es durch Wälder und über Wiesen.

Kurz vor Ende teilt sich der Bliessteig den Weg mit dem Jakobsweg und auch dafür gibt es hier eine Stempelstation samt Kunstautomat, die wir natürlich mitgenommen haben.

Hauseingang mit Kunstautomat und Stempelstation.

Am Endpunkt wartet Gräfinthal ein kleiner Ort, der seine Existenz einem ehemaligen Kloster verdankt. Die Kapelle lässt sich besuchen und ein Gedenkort für die Familie Ulma, die zu den Gerechten unter den Völkern zählen.

Fazit: die Etappe ist ein sanfter Einstieg. Sonnencreme ist gerade bei gutem Wetter ebenso zu empfehlen wie Wegproviant, denn der Weg führt vor allem durch die Natur und in den kleinen Ortschaften durch die wir gekommen sind, war nichts los …

Und aus Gründen: Jägerstand des Tages

Jägerstand auf grüner Wiese

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