Die sechste Etappe des Bliessteigs führt auf 13 Kilometern von Schwarzenacker nach Homburg auf den Schlossberg. Mein persönliches Highlight liegt diesmal am Schluss der Etappe in Homburg: die verwinkelte Burgruine Hohenburg und Vauban-Festung auf dem Homburger Schlossberg.
Da wir rund um Schwarzenacker keine Unterkunft finden konnten, starten wir diesmal ohne große Rucksäcke in Homburg per Bus. Die Busse fahren alle halbe Stunde, sodass wir sehr flexibel nach Schwarzenacker kommen und von dem dortigen Römermuseum losgehen. Vom Bliessteig aus lassen sich Blicke auf den Garten des Römermuseums erhaschen. Mit dem Wissen um die vor uns liegenden Kilometer verkneifen wir uns einen Besuch, obwohl die Anlage aus der Perspektive einer Geschichtsinteressierten reizvoll aussieht.

Die Etappe führt uns zunächst entlang eines Baches durch den Wald, dann über Wiesen wieder in den Wald hinein. Bei einem Zwischenstopp an einer Waldbühne lassen sich Burgreste finden. Weiter gehts Richtung Homburger Schlossberg und nach einigen Anstiegen landen wir bei der Burgruine Hohenburg.
Die Vauban-Festung auf dem Homburger Schlossberg
Wer mal in Homburg ist, dem würde ich eindeutig den Besuch der Burgruine Hohenburg empfehlen. Gleich darunter befinden sich auch die Homburger Schlossberghöhlen, die als die größten Buntsandsteinhöhlen Europas gelten. Für einen Besuch dieser waren wir zu sehr von der Sonne durchgebrutzelt und erschöpft …

Auch die Burgruine haben wir nicht vollständig erschlossen, sie ist wunderbar verwinkelt und bietet viele Nebenwege und Aussichtsplattformen, die sich erkunden lassen. Vor dem Eingang gibt es den Hinweis auf eine Lauschtour, die über das Gelände führt, so lässt sich nichts verpassen. Die Burgruine läuft auch unter dem Namen Vauban-Festung, weil die Burganlage nach den Entwürfen des französischen Festungsbaumeisters Vauban erweitert wurde. Direkt vor der Festung befindet sich die Stempelstelle für den Bliessteig.
Exkurs: Walpurgisnacht im Saarland
Für mich als Berlinerin ist der 1. Mai von Demos und die Walpurgisnacht vom Tanz in den Mai geprägt. Es war daher ganz spannend, morgens in Homburg lauter Toilettenpapier vor Häusern und an Autos zu sehen. Hier nennt sich das Hexenstreich …

Rund um den Rathausplatz wurde am 1. Mai ordentlich gefeiert und getanzt und auch wenn unsere Beine lahm waren, eine Maischorle konnten wir uns nicht entgehen lassen.
Fazit: Diese Etappe des Bliessteigs zählt nicht zu meinen Favoriten. Die Landschaft ist schön, unterscheidet sich aber nicht wesentlich von den schon bewanderten Etappen. Aber der Schlusspunkt mit der Festung ist sehenswert.