Die dritte Etappe des Bliessteig führt auf etwa fünfzehn Kilometern von Bebelsheim nach Blieskastel. Auf diesem Abschnitt gibt es einiges zu sehen, Hügelgräber, eine Schaukel, ein Märchenschloss und abschließend Blieskastel, dessen gepflegte Innenstadt schon was hermacht.
Zunächst starten wir aber wieder mal mit einer Steigung und Muskelkater. Um meine motivierten Begleiter etwas zu entschleunigen, lasse ich mich leicht von den vielen Hummeln und Pflanzen am Wegesrand ablenken. Ihre Aufmerksamkeit und eine erste Pause bekomme ich aber erst durch ein riesiges Kampfflugzeug, das am Horizont aufsteigt. Ramstein scheint näher als gedacht …

Der Weg führt wieder abwechselnd durch Wald und Wiesen. Besonders schön ist der Abschnitt im Wald, wo er sich selbst überlassen ist. Die Bäume dürfen fallen und Pflanzen wachsen wie sie wollen, dementsprechend wild sieht es aus. Hier finden wir auch den bisher schönsten Rastplatz, ein Häuschen mit toller Aussicht auf das umliegende Land.

Zwischendurch führen uns kleine Abzweigungen zu zwei Hügelgräber aus der Eisenzeit. Von diesen Keltengräbern gibt es mehr als dreißig rund um Rubenheim…
Weiter gehts zum nächsten Aussichtspunkt, den es nicht zu verpassen gilt, weil eine Schaukel wartet. Wusste gar nicht, wie entspannend es für den Rücken ist, zu schaukeln.
Der restliche Weg bietet wieder reichlich Natur und eine Mischung aus Wald und Kulturlandschaft. Besonders schön sind die Rapsfelder, die uns den letzten Abschnitt vor Blieskastel erleichtern. Eine Enttäuschung erwartet uns dann aber doch, diese Etappe des Bliessteigs endet am Paradeplatz und von einer Stempelstation ist weit und breit nichts zu sehen. Selbst die schockierend hilfsbereiten Einwohner wissen von nichts. Also Daumen drücken, dass der Stempel beim nächsten Startpunkt auf uns wartet.

Endlich haben wir es auch geschafft, uns der saarländischen Küche anzunähern – zumindest die Fleischesser unter uns. Denn es gab saarländische Klöße, Hoorische, typischerweise mit Specksauce und Sauerkraut serviert.

Und das Märchenschloss – das war das persönliche Tageshighlight von Christoph: es lag an einer Straße und ist ein Privatgebäude:

Fazit zu dieser Etappe des Bliessteigs: Anstrengend aufgrund der Länge und kleiner Umwege, wie denen zur Schaukel und zu den Hügelgräbern, aber sehr abwechslungsreich und ruhig.