Auf Entdeckungstour durch Berlin und die Welt
Mitmachaktion zum Thema kalt aufgebrühter Kaffee mit Kostproben und Fragebogen

Veranstaltungstipp: Die Lange Nacht der Wissenschaften

Seit mittlerweile 18 Jahren gibt es in Berlin die LNdW. Je nachdem, auf welchem Tag sie fiel, versuchte ich immer, die eine oder andere Veranstaltung mitzunehmen. Medizin und Gesundheit in der Charité und in Buch oder alle denkbaren Varianten von Wissenschaftszweigen an den drei großen Unis. Mit mehr als 100 Veranstaltungsorten werde ich in den nächsten Jahren noch einiges vorhaben und entdecken. Praktisch sind die großen Unis wie HU, TU und FU, weil sie die verschiedensten Studiengänge haben und dadurch ein bunt gemischtes Programm bieten. Ein zweiter nicht zu unterschätzender Vorteil der Unis ist, dass sie sich leicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen lassen.

Für alle, die noch nie bei der LNdW waren, ein kleiner Tipp: Eine ungefähre Vorstellung von dem, was es zu sehen, und zu erleben gibt, macht den Abend bequemer. Das Programm bietet mehr als 2000 Veranstaltungen. Darunter sind Ausstellungen, Experimente oder Mitmach-Aktionen und viele Vorträge und Führungen. Manche Vorträge oder Vorführungen wiederholen sich, andere finden nur einmalig zu einer festen Zeit statt. Es lohnt sich auf jeden Fall, vorher einen Blick in die Broschüre oder auf die Homepage der Langen Nacht zu werfen, um dann nicht ausgerechnet die Veranstaltung zu verpassen, die das meiste Interesse weckt. Ansonsten ist es relativ einfach, sich treiben zu lassen und zu schauen, was einzelne Räume bieten.

Innenhof im TU-Hauptgebäude

2018 landete ich bei der TU. Mein Highlight war eine Veranstaltung zum Thema Trendfood. Wir arbeiteten uns durch verschiedene Kostproben und lernten etwas über Zucker, Gelatine und Fragen der Nachhaltigkeit bei der Lebensmittelherstellung. Meine Lieblingsveranstaltung hatte ich mir für den Schluss aufgehoben: der Science Slam – Wissenschaft in kurzen und unterhaltsamen Vorträgen. So war es gedacht. Allerdings kamen dann die streikenden studentischen Mitarbeiter und blockierten das Ganze. Ich muss zugeben, die ersten 15 Minuten hatten sie meine absolute Aufmerksamkeit und Befürwortung. Meine Hoffnung war, dass die Streikende ihre Forderungen bis zum nächsten Jahr halbwegs erfüllt bekommen. Ohne studentische Mitarbeiter kein Studium, und eine faire Bezahlung sollte bei Universitäten schon drin sein. — Tatsächlich haben die Streikenden erreicht, dass die Stundenlöhne der Studentischen Beschäftigten sich schrittweise erhöhen und ihnen seit Anfang 2019 mehr Urlaubstage zur Verfügung stehen.

Verkostung: drei Löffel mit veganem Mousse au Chocolat

Letztendlich ist die Lange Nacht der Wissenschaften aber vielmehr ein langer Abend, denn die meisten Veranstaltungen sind um Mitternacht zu Ende. Sehr familienfreundlich. Die Lange Nacht ist allen Familien mit Kindern ans Herz zu legen, denn das Programm für Kinder ist gewaltig. Aber auch Erwachsene haben genug Möglichkeiten, bei Experimenten und Mitmach-Aktionen zu spielen. Gleichzeitig gibt es weniger spielerische und schön trockene wissenschaftliche Vorträge. Wissenschaft ist so für jeden Anspruch erfahrbar. Das Ganze kostet nur 14 Euro pro Person. Die Eintrittskarte gilt für alle Veranstaltungen und beteiligten Einrichtungen und gleichzeitig als Fahrkarte. Jeder, der sich nur ansatzweise für die eine oder andere Wissenschaft begeistert, hält sich am besten den 15. Juni 2019 frei. Denn dann gibt’s die 19. Lange Nacht der Wissenschaften.

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