Auf Entdeckungstour durch Berlin und die Welt

Open-Air-Erlebnis

Kunstprojekt A-Fence am Alexanderplatz: Street-Art auf dem Bauzaun

Kunst am Bauzaun

Momentan steht mir nicht der Sinn nach Ausstellungen in geschlossenen Räumen. Als ich dann von einem Street-Art-Projekt am Alexanderplatz las, war ich begeistert. Da kann ich sogar hinlaufen! Ich formuliere es mal so: Die PR hat einwandfreie Arbeit geleistet. A – Fence ist neckisch, aber es reicht durchaus, sich das Ganze mal anzugucken, wenn eh ein Zwischenstopp am Alex geplant ist.

Bemalte Bären, die Nord- und Südkorea symbolisieren.

Die Berliner Buddys – bunte bärige Freunde

Seit dem 13. Jahrhundert ist der Bär das Berliner Wappentier und heutzutage gibt’s überall in Berlin Bären zu sehen. Glücklicherweise nur in Form von Stein und anderen Materialien. Wer keine Lust hat, sich auf Statuen-Suche zu begeben: im Tierpark gibt es momentan die United Buddy Bears zu entdecken. Bärenfiguren, die rund um die Welt gereist sind und von den unterschiedlichsten Künstlern in den Motiven und Farben ihres Landes bemalt sind.

Kaiserbahnhof in Joachimsthal, Brandenburg

Ein Bahnhof für den Kaiser im Grünen

Der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. hatte, diplomatisch formuliert, einige Schwachstellen. Seine Vorliebe für das opulente Reisen und das bequeme Erjagen von Wildtieren brachte manchen Orten und Berufsgruppen dennoch einige Verbesserungen. Der Kaiserbahnhof in Joachimsthal in Brandenburg war früher Symbol dessen, was sich die Aristokratie mal eben so gönnte. Heute ist er schnieke anzusehen und ein Beispiel für die kulturelle Umnutzung von weniger stark frequentierten Bahnhöfen.

Tiergarten Blick auf das Gaslaternenmuseum

Der südliche Tiergarten – von alten Laternen, politischen Leitfiguren und niedlichen Baumnagern

Der Tiergarten ist die größte und älteste Parkanlage in Berlin. Normalerweise meide ich die Gegend. Die Straße des 17. Juni, Brandenburger Tor, Zoo und Regierungsviertel, das sind alles Bereiche, die voller Touristen sind und kaum Entspannung bieten. Aber der Große Tiergarten ist so weitläufig und vielfältig, dass hier jeder Ruhe, Natur, Aktivität und Kultur findet. Meine persönlichen Highlights im südlichen Tiergarten sind der Landwehrkanal und die Biber.

Rheinfall-Schild auf dem Parkplatz

Wasser satt am Rheinfall

Als Freund von plumpen Wortspielen und Gewässern ist der Besuch des Rheinfalls unumgänglich. Zu sehen gibt es einen der größten Wasserfälle Europas aus verschiedenen Perspektiven.

Betonplattenweg mitten im Wald

Spuren der DDR und Lost Place im Klosterfelder Wald

Wald und Wiesen hat Brandenburg zuhauf. In manch einem Waldgelände versteckt sich mehr als nur ein Biotop für Wildtiere. In Klosterfelde bei Wandlitz etwa liegt ein ehemaliges Gelände der NVA, das als Lost Place zeigt, wie sich die Natur ihren Platz zurückerobert.

Ein Denkmal für Denkmäler

Rund um den Rosa-Luxemburg-Platz ist mehr zu entdecken als die Volksbühne. Die Nebenstraßen in der Nähe des Platzes laden zum Flanieren ein. Hier gibt es allerlei stilvolle Geschäfte, Cafés und Restaurants. Das eine oder andere Denkmal findet sich natürlich auch. Manch eines, wie das „Monument for Historical Change“ lässt sich leicht übersehen.

Blick auf den Mauerbrunnen von vorne mit Wasserbecken.

Die sinkende Mauer im Invalidenpark

Der Invalidenpark war früher vielleicht mal das, was ich mir unter einem klassischen Park mit viel Grün und Schatten vorstelle. Die paar Bäume und Bänke, die dort zu entdecken sind, als Park zu bezeichnen, finde ich irreführend. Heute treffen sich dort jeden Freitag Schüler, um sich für ihre Zukunft einzusetzen. Sehenswert im Zuge meiner Tour entlang des geteilten Berlin ist die Skulptur der versinkenden Mauer.

Bronzefiguren von Karl Marx und Friedrich Engels.

Relikt aus DDR-Zeiten – das Marx-Engels-Forum

Letztens wollte ich eine Abkürzung nehmen, indem ich mich durch die paar Bäume schlage, die an der Karl-Liebknecht-Straße stehen. Peinlich genug, dass ich es nicht vorher wusste, befand ich mich dadurch im Marx-Engels-Forum. Das Forum ist momentan durch die Baustelle der U-Bahn Brachland. Zum Mauerjubiläum bietet es aber einen unverstellten Blick auf das Humboldt Forum. Hier steht ein Infopoint zu den Veranstaltungen und direkt an der Straße lässt sich eine imposante Figur ausmachen …

Haus des Lehrers mit Mosaik und Fernsehturm.

Das erste Hochhaus der DDR auf dem Alexanderplatz

Der Alexanderplatz mit seinem Fernsehturm war im November 1989 Schauplatz der größten genehmigten Demonstration in der DDR. Seitdem hat sich einiges auf dem Alex getan. Neue Gebäude entstanden und eigentlich ist immer irgendwo eine Baustelle. Rund um den Platz stehen, abgesehen vom Fernsehturm, weitere Bauten, die die typische Architektur der DDR widerspiegeln.